Stimme wirkt: auf die Zuhörer, auf die Atmosphäre und auf den Gesprächsverlauf. Sie beeinflusst auch die sprechende Person. Stimme ist das vielfältigste Instrument, das man sich vorstellen kann: Von monoton und leise bis überzogen und schrill – Welche Töne benötigen Sie?

Fällt es Ihnen manchmal schwer, Ihr Anliegen so zu vermitteln, wie Sie es möchten? Die „persönliche Note“ hat  zahlreiche Ausdrucksvarianten und -prägungen wie Tonhöhe, Klang, Sprechtempo, dazu soziale Herkunft, aktuelle Stimmung und Alter. Wenn man im Rampenlicht steht, erzielen selbst Kleinigkeiten einen ungewollten Eindruck: Ein verspannter Kiefer kann „verbissen“ wirken, eine zittrige Stimme „unfähig“ und eine flache Sprechatmung „hektisch“.

Stimme und Wirkung im Beruf

Was kann ich für Sie tun?

  • Lernen Sie Ihren natürlichen Wirkungsspielraum von Stimme, Gestik und Mimik kennen.
  • Haben Sie bislang allein von der Reaktion Ihres Gegenübers auf Ihre Außenwirkung geschlossen? Lernen Sie nun die Bandbreite Ihrer eigenen Wirksamkeit kennen und bewusst einzusetzen. Durch Beobachtung und Achtsamkeit wird Ihre Sensibilität für Ihr eigenes Auftreten gestärkt.
  • Durch Feedback anderer Seminarteilnehmer und meiner fachlichen Impulse erhalten Sie Sicherheit in ungewohnten oder neuen „Rollen“.
  • Erlangen Sie Fähigkeiten, mit denen Sie durch Körpereinsatz und in voller Absicht Ihre Aussage übermitteln können.
  • Je „stimmiger“ Sie sind, umso mehr Ausstrahlungskraft haben Sie!

Warum benutzt man das Füllwort „äh“…?

Füllwörter, wie z.B. „äh“ lenken den Zuhörer vom Inhalt ab, der Redebeitrag wirkt unbeholfen und langatmig. Bei rückverlagertem Sprechen dieser Silbe wird zudem noch die Stimme gereizt: Nichtsdestotrotz hört man Füllwörter aller Art viel zu häufig.
Zunächst die Antwort, warum im deutschen Sprachraum ausgerechnet der Laut „äh“ gebildet wird. Schauen Sie einmal extrem nachdenklich (offener Mund und Kinn zur Brust), konzentrieren sich auf Ihr buchstäbliches „Hinterstübchen“ und machen dabei ein Geräusch…
Der Sprecher signalisiert mit dem Füllwort: „Warte, ich bin noch auf Sendung“. Solch eine Äußerung ist Ausdruck dafür, dass entweder die passende Formulierung noch gesucht wird oder der Sprecher durch etwas anderes vom eigentlichen Thema abgelenkt ist.
Trotz der negativen Wirkung äh ist bei manchen äh Prominenten, also äh Tennisspielern oder äh nicht mehr so ganz äh aktiven Politikern das äh auch zu einer Art äh Markenzeichen geworden.

Dialekt

Gute Gründe für das Zulassen der regionalen Färbung in der Aussprache.
„Jede Region liebt ihren Dialekt, sei er doch eigentlich das Element, in welchem diese Seele ihren Atem schöpfe.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
Schöner kann ich es zwar nicht formulieren, aber noch weitere Argumente anbringen, warum das Sprechen in Mundart lohnt.

  • durch die regionale Färbung schärft der Sprecher sein Profil, er ist präsenter und seine Identität tritt stärker hervor.
  • Dialekt wird in Deutschland (anders als z.B. in der Schweiz) in der Familie oder in einer begrenzten Region gesprochen. Werde ich mit Dialekt angesprochen, stellt sich Vertrauen ein, was besonders Berufsgruppen wie Ärzten, Rechtsanwälten oder Therapeuten zugute kommt.
  • Beim Dialekt-Sprechen hat man das bestmögliche Stimmvolumen und eine ausdrucksstarke Melodie.

Wohl kaum ein anderes Thema in der Sprachwissenschaft bietet Stoff für solch emotionale Diskussionen. Dialekt wird (leider und völlig zu Unrecht) als bildungsfern und ländlich eingestuft. 
In Seminaren werde ich oft gefragt, ob denn z.B. das zurückverlagerte Sprechen der Pfälzer eine Stimmstörung darstelle. 
Je nach beruflicher Herausforderung, Anspruch an Mobilität und Kommunikation oder Sprechen in überregionalen Medien kann ein Stimmtraining helfen, die positiven Stimmeigenschaften des Dialektes auf die Hochsprache zu übertragen und Schwierigkeiten bei der Verständlichkeit durch Übungen und Stärkung der Eigenkontrolle zu verringern, woll.